"Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann." Mark Twain - 'Der geheimnisvolle Fremde'

Dienstag, 14. Juni 2011

Preiskontrollen für Nahrungsmittel und Spekulationen jetzt stoppen!

Eilmeldung von büso

Preiskontrollen für Nahrungsmittel

Das gesamte globale Finanzsystem ist derzeit am Rande des Kollapses; die USA sind hoffnungslos bankrott, die Staaten und Kommunen zahlungsunfähig, als Resultat einer Serie von Unwettern sind viele Ernten zerstört, es herrscht eine Verknappung und eine durch Spekulation verstärkte Verteuerung der Nahrungsmittel, nicht nur in den USA, sondern weltweit. Der Euro ist ein gescheitertes Experiment, die Lage für die Bevölkerung in Griechenland, Portugal, Spanien und Irland, wie auch für viele Bevölkerungsgruppen in den anderen europäischen Staaten, ist unhaltbar.

Wenn Politiker wie Frau Merkel den Ereignissen hinterherhecheln, aber keine grundsätzliche Korrektur der Kasinowirtschaft vornehmen, dann ist es vorprogrammiert, daß die vollkommene Desintegration des Weltfinanzsystems uns jederzeit überraschen kann. Und anstatt denjenigen zuzuhören, die diese Gefahr als Druckmittel an die Wand malen, um weiter eine Rettung der Banken auf Kosten der Bevölkerung zu erzwingen, müssen jetzt eine ganze Reihe von Forderungen präventiv umgesetzt werden, um die Katastrophe zu verhindern.

Erstens muß angesichts mehr als einer Milliarde hungernder Menschen in der Welt und, wie die FAO warnt, drohender Hungeraufstände in über 80 Nationen sofort die Spekulation mit Nahrungsmitteln beendet werden. Dazu müssen Preiskontrollen erlassen werden und die Gruppe derer, die sich überhaupt am Handel mit Nahrungsmitteln beteiligen dürfen, muß auf diejenigen beschränkt werden, die fachlich etwas mit der Produktion zu tun haben, sogenannte „Investoren“ müssen per Gesetz vom Nahrungsmittelmarkt ausgeschlossen werden.

Der Grund dafür ist einfach: Da die durch Spekulation verursachten Preisexplosionen den Tod vieler Menschen zur Folge haben werden, die sich schon jetzt oftmals kaum eine Mahlzeit pro Tag leisten können, muß Spekulation mit Nahrungsmitteln ab sofort als Verbrechen gegen die Menschlichkeit geächtet werden

Zweitens muß sofort auch in Europa ein Trennbankensystem umgesetzt werden, das die Realwirtschaft mit frischen Krediten versorgt, alle mit dem Gemeinwohl zusammenhängenden Werte - wie Spareinlagen bis zu einem bestimmten Betrag, Rentenansprüche etc. - garantiert, den gesamten virtuellen Bereich allerdings, der mit Kreditderivaten und „kreativen Finanzprodukten“ aller Art zu tun hat, streicht und beendet.

Zum vollständigen Beitrag: büso

Spekulation jetzt stoppen - Weltgetreidevorräte sinken!

Der am 7.6. erschienene jüngste Bericht der UN-Weltlandwirtschaftsorganisation FAO bestätigt, daß die weltweiten Getreidevorräte wegen der völlig unzureichenden Erzeugung schrumpfen. Die Preise schießen auf allen Ebenen steil nach oben - von den „virtuellen" Terminverkäufen über den Kartell-dominierten Großhandel bis zum Verbraucher vor Ort. Ähnlich ist die Lage bei Fleisch, Milchprodukten, weiteren Grundnahrungsmitteln sowie anderen Agrarerzeugnissen. Die Zahlen der FAO sprechen eine klare Sprache.

Die weltweit verfügbaren Lagerbestände an Weizen vor Beginn der Ernte werden für 2011 auf 183 Mio.t geschätzt, also noch unter dem, schon schlechten Ergebnis 2010 mit 188 Mio.t und weit unter den 207 Mio.t 2009. Die weltweite Gesamterzeugung 2011 schätzt die FAO auf 674 Mio.t, gegenüber 653 Mio.t 2010 und 685 Mio.t 2009; dabei sind jedoch die absehbaren schweren Einbußen in den USA, Kanada und Frankreich noch nicht berücksichtigt!

Bei Grobgetreide (Mais, Gerste, Roggen, Hirse etc.) wird mit 168 Mio.t verfügbaren Vorräten gerechnet, etwa gleich wie 2010, aber weit unter den 195 Mio.t 2009. Der Weltverbrauch - einschließlich für Biotreibstoffe - steigt von Jahr zu Jahr, und die Erzeugung liegt seit zwei Jahren darunter. Im Rahmen der abartigen „grünen" Politik rechnet man mit 319 Mio.t Getreideproduktion für Biotreibstoffe, gegenüber 302 Mio.t 2009.

Ein kurzer Überblick über die Preisentwicklung laut FAO: Weizen wurde von Januar bis Mai 2010 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 72% teurer, Grobgetreide um 83%. Soja, Raps und andere Ölsaaten stiegen um 41%, Speiseöle und -fette um 56%, Molkereiprodukte um 15% und Fleisch um 20%.

Nach dem Beginn des Finanzkrachs im Sommer 2007 und besonders dem Platzen der Immobilienblase 2008 stürzten sich Anleger weltweit auf die Terminmärkte für Nahrungsmittel, Erdöl und andere Produkte, die auch bei einem wirtschaftlichen Absturz lebenswichtig bleiben. Nach Angaben des Spezialisten Frederick Kaufman umfaßte der Warenterminmarkt 2003 etwa 13 Mrd.$. Doch allein in den ersten beiden Monaten des Jahres 2008 wurden 55 Mrd.$ auf diesen Markt geworfen, und im Juli waren aus 13 Mrd. 318 Mrd.$ Zockerei geworden. Wesentlichen Anteil an dieser Spekulation haben Rohstoff-Fonds von Goldman Sachs, JP Morgan Chase, AIG, Barclays u.a., die mit eigenem und Kundengeld mit Rohstoffderivaten spekulieren. Am 10.6. sagte der Leiter der Aufsicht über die Warentermingeschäfte (CFTC) in den USA, Gary Gensler, 90% aller Leerverkäufe und Derivatgeschäfte mit Weizen an der Chikagoer Warenbörse entfielen auf Spekulanten ohne irgendwelche Verbindungen zu Produktion und Handel mit Lebensmitteln. Deshalb sind jetzt Preiskontrollen gegen die Spekulation notwendig, bevor es zu einer noch größeren Katastrophe als der von 2008 kommt. Die FAO warnt in ihrem Bericht, daß in 80 oder mehr Ländern Nahrungsmittelunruhen ausbrechen könnten.

Präsident Franklin Roosevelt führte im Januar 1942, während des Zweiten Weltkriegs, solche Kontrollen ein. „Nichts würde unseren Feinden mehr nutzen, als wenn wir Opfer von Inflation würden", sagte Roosevelt. Er setzte einen Verwalter ein, der Obergrenzen für Lebensmittel und Mieten festlegte, um Spekulation zu unterbinden. Für fast 90% der Lebensmittel im Einzelhandel wurde der Preis auf der Höhe vom März 1942 eingefroren, um die Ernährung der Bevölkerung im Krieg zu sichern.

Quelle: büso

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